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Das Konzept eines BHKW

BHKWs sind derzeit in aller Munde und erleben hohe Zuwachsraten, doch was verbirgt sich dahinter und was ist in der Anwendung zu beachten?

BHKW steht für Blockheizkraftwerk. Vereinfacht gesagt stellt es eine Kombination aus einer Therme, wie sie für Heizungen und zur Warmwasserbereitung üblich ist, mit einem Stromgenerator dar. Dieses Prinzip wird Kraft-Wärme-Kopplung oder kurz KWK genannt. Der Vorteil solcher Systeme liegt in der hohen energetischen Ausbeute. Effiziente BHKW von LichtBlick – der wahrscheinlich bekanntest Verträter auf diesem Gebiet – und Co. werden von der Bundesregierung mit Geldern subventioniert. Während bei der herkömmlichen Stromerzeugung ebenfalls Wärme entsteht bleibt diese jedoch ungenutzt. Gleiches gilt für die Wärmeerzeugung, bei der ein Teil der eingebrachten Energie ungenutzt bleibt.

Einsatzorte von BHKW

BHKW

Dank der Fortschritte im Bereich der BHKW dürfte dieser Anblick bald der Vergangenheit angehören (c) Rommerskirchen-Portal / pixelio.de

BHKWs werden daher zumeist am Ort der Wärmenutzung installiert, wo die Wärme entweder zu Heizungszwecken oder im Gewerbe auch zur Prozesswärmenutzung verwendet wird. Der erzeugte Strom wird entweder zu großen Teilen selber verbraucht und ersetzt den teuren Ankauf von Strom oder wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist – inkl. einer entsprechenden Vergütung. Bereits der Einbau spezieller, zertifizierter BHKW wird von der Bundesregierung subventioniert.

Letzteres ist durch das Erneuerbare Energien Gesetz gesetzlich geregelt, so dass die lokalen Energieversorgungsunternehmen verpflichtet sind den in einem BHKW erzeugten Strom zu einem festgelegten Preis anzukaufen. Diese Regelungen sorgen für eine gute Planbarkeit der Amortisationszeit und damit der finanziellen Kalkulation. Wichtigster Faktor für den wirtschaftlichen Betrieb eines BHKW ist die Nutzungsmöglichkeit der Wärme vor Ort. Anders als Strom lässt sich Wärme nur mit hohen Verlusten über weitere Strecken transportieren, so dass dies unrentabel ist.

Ein zusätzlicher Faktor ist die kontinuierliche Wärmenutzung im Jahresverlauf. Wenn die Wärme des BHKW ausschließlich zur Heizung genutzt wird ergibt sich automatisch eine fehlende Nutzung der Wärme im Sommer. Ein Betrieb ist dann weiterhin möglich, jedoch deutlich unrentabler.

Eckdaten zum BHKW

BHKW stehen in vielen Größen zur Verfügung. Von Kleinanlagen die ein einzelnes Einfamilienhaus versorgen über Anlagen die für Mehrfamilienhäuser ausgelegt sind bis hin zu Anlagen, die bspw. einen Verbund von öffentlichen Anlagen versorgen oder in Industrie und Gewerbe eingesetzt werden.
In der Industrie und dem Gewerbe bieten sich häufig besonders gute Möglichkeiten, da die Prozesswärme ganzjährig benötigt wird und zudem, je nach Branche, Restmaterialien (bspw. Holz) zum Betrieb der Anlagen genutzt werden können. Auch ist der Stromverbrauch in diesen Branchen immens hoch und wird auch in Zukunft steigen. Immer mehr Industrie PC kommen zum Einsatz – eine fortlaufende Automatisierung kommt einher mit einem höheren Stromverbrauch.

Die öffentliche Hand setzt BHKW vermehrt ein um einen Verbund von Gebäuden und Gebäudekomplexen zu versorgen, bspw. ein Rathaus zusammen mit Schulen oder Schwimmbädern.

BHKW sind damit ein Beitrag zur Energiewende, aufgrund der Tatsache, dass sie eine hohe Effizienz zu bieten haben. Als Energieträger können sowohl Erdgas, als auch nachwachsende Energieträger wie Biogas oder Holz(-pellets) dienen.

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